SWISS veröffentlicht Geschäftszahlen 2025

06.03.2026 PS
Swiss Boeing 777-300ER
Swiss Boeing 777-300ER (Foto: Swiss International Air Lines)

SWISS hat im Geschäftsjahr 2025 ein operatives Ergebnis von 502,2 Millionen Franken erwirtschaftet.

Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 26,6 Prozent. Die operativen Erträge beliefen sich auf 5,50 Milliarden Franken und lagen damit um 2,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Jahr 2025 war geprägt von spürbarem Preis- und Kostendruck, einer volatilen Nachfrage und anhaltenden operativen Engpässen. Gleichzeitig konnte SWISS mit der grössten Produkterneuerung ihrer Geschichte entscheidende Investitionen in ihre Zukunft tätigen. Darüber hinaus gelang es SWISS, ihre operative Leistungsfähigkeit weiter zu steigern. Die durchschnittliche Pünktlichkeit stieg um 4,1 Prozentpunkte auf 69,3 Prozent. Die Stabilität des Flugplans erreichte mit einem Plus von knapp einem Prozentpunkt 98,0 Prozent.

Für Swiss International Air Lines (SWISS) war 2025 ein ambivalentes Jahr. Jens Fehlinger, Chief Executive Officer (CEO) von SWISS, fasst es zusammen: «2025 war für SWISS ein Jahr der Gegensätze. Wir haben mit dem A350, der neuen Kabine und SWISS Senses stark in unsere Zukunft investiert. Gleichzeitig haben hoher Wettbewerbsdruck, steigende Kosten und fehlende Ressourcen unser Wachstum behindert. Jetzt müssen wir gezielt gegensteuern.»

SWISS erzielte im Geschäftsjahr 2025 ein operatives Ergebnis von 502,2 Millionen Franken. Damit lag das Resultat um 26,6 Prozent unter dem Vorjahreswert (2024: 683,8 Millionen Franken). Die operativen Erträge erreichten 5,50 Milliarden Franken und sanken gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent (2024: 5,64 Milliarden Franken). CEO Fehlinger betont: «Der Ergebnisrückgang zeigt klar: Wir müssen unsere Kosten senken und effizienter werden.»

Dennis Weber, Chief Financial Officer (CFO) von SWISS, erklärt: «2025 war marktseitig anspruchsvoll. Hoher Wettbewerbsdruck, eine volatile Nachfrage sowie steigende Gebühren und Wartungskosten haben Spuren in unserem Ergebnis hinterlassen. Auch das Frachtgeschäft blieb hinter dem Vorjahresniveau zurück, da wir überdurchschnittlich stark von geopolitischen Unsicherheiten betroffen waren. Entlastend wirkten hingegen die vorteilhaften Treibstoffpreise, die unser Ergebnis stützten.»

Darüber hinaus belasteten auch knappe Ressourcen das Ergebnis. Konkret fehlten SWISS sowohl verfügbare Triebwerke als auch Crews. In der Folge standen Flugzeuge länger als geplant am Boden oder konnten nicht im vorgesehenen Umfang eingesetzt werden. Dadurch entstand eine Produktivitätslücke, sodass die Airline das geplante Flottenwachstum nur teilweise umsetzen und die Kapazitäten nicht wie vorgesehen ausbauen konnte.

Passagierzahlen auf Vorjahresniveau

Insgesamt hat SWISS im Geschäftsjahr 2025 rund 18,1 Millionen Passagiere transportiert. Das entspricht einem Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der Flüge stieg ebenfalls um 0,6 Prozent auf über 143 000. Die angebotenen Sitzkilometer (ASK) nahmen um 1,5 Prozent zu, während die verkauften Sitzkilometer (RPK) um 0,5 Prozent anstiegen. Die durchschnittliche Auslastung der SWISS Flüge lag bei 83,3 Prozent und damit um 0,8 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Viertes Quartal schwächer als im Vorjahr

Im vierten Quartal 2025 erzielte SWISS ein operatives Ergebnis von 91,0 Millionen Franken (Vorjahresperiode: 178,8 Millionen Franken). Dies entspricht einem Rückgang von 49,1 Prozent. Die operativen Erträge sanken im gleichen Zeitraum um 5,2 Prozent auf 1,33 Milliarden Franken (Q4 2024: 1,40 Milliarden Franken).

Auch hier wirkten sich der anhaltende Marktdruck sowie die gestiegenen Kosten deutlich aus, während niedrigere Treibstoffpreise dabei halfen, den Druck auf das Ergebnis zu reduzieren.

Pünktlichkeit und Flugplanstabilität verbessert

Trotz der Herausforderungen konnte SWISS ihre operative Leistungsfähigkeit weiter verbessern. Die Pünktlichkeit stieg im Jahresdurchschnitt um 4,1 Prozentpunkte auf 69,3 Prozent. Die Flugplanstabilität wiederum verbesserte sich um knapp einen Prozentpunkt auf 98,0 Prozent. Diese Fortschritte sind das Resultat gezielter Massnahmen und eines grossen Engagements der Mitarbeitenden von SWISS.

Strukturelle Massnahmen zur Verbesserung der Kosteneffizienz

Um der herausfordernden Kostenentwicklung zu begegnen, hat SWISS im Jahr 2025 gezielte strukturelle Massnahmen ergriffen. Dazu gehört unter anderem ein unternehmensweites Kostensparprogramm. Das Ziel ist es, Mittel noch gezielter einzusetzen, die funktions- und bereichsübergreifende Zusammenarbeit zu verbessern und schlanke Strukturen zu schaffen. Auch will SWISS Prozesse weiter digitalisieren und automatisieren und konsequent neue Technologien einsetzen.

CEO Fehlinger erläutert: «Kurzfristig bleibt das Umfeld anspruchsvoll. Umso wichtiger ist es, unsere Strukturen zu verschlanken und nachhaltig effizienter zu werden. Eine Airline, die schrumpft, statt zu wachsen, verliert an Wettbewerbsfähigkeit. Wir sind entschlossen unsere Position wieder zu festigen. Unser Ziel ist klar: SWISS soll wieder profitabel wachsen. Dafür legen wir 2026 die Grundlage.»

Fehlinger ergänzt: «Fliegen soll auch in Zukunft bezahlbar bleiben – denn eine gut angebundene und preislich zugängliche Luftfahrt ist wichtig für die Schweiz. Sie verbindet unser Land mit der Welt, stärkt den Wirtschaftsstandort, sichert Arbeitsplätze und unterstützt Tourismus sowie Exportwirtschaft. Damit das so bleibt, brauchen wir wettbewerbsfähige Standorte, einen engen Schulterschluss mit unseren Systempartnern und die Bereitschaft, notwendige Verbesserungen gemeinsam umzusetzen.»

Kontinuierliche Investitionen in das Kundenerlebnis

Trotz der finanziellen Herausforderungen hält SWISS an ihrem Anspruch fest, das Reiseerlebnis für ihre Gäste weiterzuentwickeln. So steht in den kommenden Jahren unter anderem der Umbau der Airbus-A330-Flotte an, die künftig ebenfalls mit der neuen Kabine «SWISS Senses» ausgestattet wird.

«Wir müssen haushalten, ohne unseren Innovationskurs zu verlassen. Das ist ein anspruchsvoller Balanceakt – aber er ist entscheidend für unsere Zukunftsfähigkeit», so CEO Fehlinger abschliessend.

Swiss International Air Lines

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